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Der Werkstoff Holz |
Um das Mark herum ist der sogenannte Holzkörper in konzentrischen Lagen angeordnet. Die Enstehung des Holzkörpers ist das Resultat der Aktivitäten des Kambiums. Und das funktioniert so: Im Kambium werden während der Wachstumsperiode ständig neue Zellen gebildet. Ein Teil dieser Zellen dient dem Kambium zur eigenen Vergrößerung. Der weitaus größte Anteil jedoch, die Bastzellen, werden sowohl nach innen an die Bastschicht als auch nach aussen an die Borkenschicht abgegeben. Die nach aussen abgegebenen Zellen verholzen und bilden die Borke, die durch den Wachstumsdruck von innen aufreist und der Rinde ihr charakteristisches Aussehen verleihen. Das Dickenwachstum eines Baumes findet somit von außen nach innen statt und nicht vom Inneren her wie man zunächst annehmem könnte. Anhand des Abstandes zwischen den einzelnen Jahresringen kann man die Quantität des Dickenwachstums innerhalb eines Jahres ablesen. In schlechten Jahren, z.B. durch geringen Niederschlag, fällt die Schicht zwischen den Jahresringen dünner aus. Desweiteren kann man aus der Anzahl der Jahresringe das Alter eines Baumes einfach bestimmen, da sich pro Jahr ein Ring hinzugesellt. Die Markstrahlen, die sich vom Markinneren ausbilden, sind die Transportstrecken für den Nahrungsbedarf des Baumes. Sie transportieren sowohl Wasser als auch Nährstoffe. Auf diesen Highways wird in 2 Richtungen gefahren: Wasser und Nährstoffe werden von der Wurzel in die Blätter transportiert und Stoffwechselprodukte, die in den Blättern erzeugt werden, gelangen auf dem Rückweg in die Wurzel. Ein Baum ist also zum einen Produzent sowohl als auch Verbraucher.
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